Energieeffizienz
GEG und BEG
Im Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) stehen detaillierte Vorgaben zum Umgang mit bestehenden und neu zu errichtenden Gebäuden. Die Energieberatung kann Hauseigentümer*innen helfen, den Überblick zu behalten. Die Bandbreite an Meinungen und Qualitäten in der Branche ist groß. Das Interesse, an der Energiewende Geld zu verdienen auch. So wichtig es ist, konkrete Schritte zu machen, sollte man sich auch die Zeit zum Überlegen und Planen nehmen. Eine ausgewogene und kritische Darstellung der Möglichkeiten ist oft mehr Wert als der „eine richtige Weg“.
Die Verantwortung für den Nachweis und die Optimierung der Energieeffizienz eines Gebäudes liegt gemäß GEG grundsätzlich bei den Eigentümer*innen der Immobilie. Der Energieausweis dient als Nachweis und Vergleichbarkeit für die Energieeffizienz von Gebäuden und ist bei Neuvermietung oder Verkauf in der Regel zwingend erforderlich. Die Energieeffizienz eines Gebäudes kann durch Sanierungsmaßnahmen optimiert werden. Mit einem sogenannten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) kann man einen Überblick über die möglichen Maßnahmen und eine höhere staatliche Förderung bekommen.
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist das zentrale Förderprogramm für die energetische Sanierung von Gebäuden. Hier wird im Wohnbereich zwischen zwei zentralen Programmen unterschieden: (1) der Sanierung durch Einzelmaßnahmen (BEG EM), die durch Zuschüsse nach Abschluss der Maßnahmen gefördert wird und (2) der Sanierung in einem Zug (BEG WG), die durch zinsvergünstigte Darlehen und Tilgungszuschüsse gefördert wird.
Bestandserfassung und Sanierung
Die Erfassung des Gebäudebestands und Einschätzung der Energieeffizienz ist für die Preisfindung beim Verkauf und die Sanierungsplanung unerlässlich. Im Rahmen unserer Beratung betrachten wir hierbei immer auch den langfristigen Nutzen für die Mietparteien.
Die Bestandsaufnahme erfolgt üblicherweise nach der Erstberatung. Wenn Sie nach einem oder mehreren Beratungsgesprächen von unserem Angebot überzeugt sind, vereinbaren Sie oder Ihre Verwaltung mit uns einen Besichtigungstermin, bei dem wir Daten und Bilder von allen relevanten Gebäudeteilen und technischen Anlagen aufnehmen. Eine Besichtigung von einzelnen Wohnungen oder Gewerberäumen ist nicht zwingend notwendig, aber ratsam.
Sanierungsmaßnahmen sind dann sinnvoll, wenn sie auf die Interessen aller beteiligten Parteien abgestimmt sind. Ob eine Sanierung in einem Zug oder mit Einzelmaßnahmen geplant wird: Sanierungsmaßnahmen sollten den Wert der Immobilie erhalten und die Wohnqualität verbessern. Die Maßnahmen sollten mit Bestandsmieten oder moderaten Mieterhöhungen finanzierbar und energetisch wirkungsvoll sein, dann sind sie auch im größeren Kontext sozialverträglich.
Gebäudehülle und Anlagentechnik
Zentral für die Bewertung der Energieeffizienz eines Gebäudes sind die Effizienz der Gebäudehülle und der technischen Anlagen. Hierzu gehören u.a. die Heizungsanlage und der verwendete Energieträger, Heizkörper und Leitungen, die Außenwände, Fenster und andere Wärmebrücken. Diese Bauteile und Anlagen können durch Einzelmaßnahmen oder in einem Zug saniert werden. Unabhängig von der Umsetzung ist in der Regel eine Gesamtbetrachtung aller Komponenten für die Verbesserung der Energieeffizienz sinnvoll.
Bei Änderung der Anlagentechnik für Heizung und Warmwasser ist in der Regel eine Heizlastberechnung zu empfehlen oder sogar erforderlich. Außerdem sollte die technische Gebäudeausrüstung (TGA) regelmäßig optimiert werden z.B. durch einen hydraulischen Abgleich.
Fossile und Erneuerbare Energie
Fossile Energieträger wie Heizöl, Gas und Kohle sorgen für einen hohen CO2-Austoß. Ein Betriebsverbot für Heizungsanlagen, die mit einem fossilen Energieträger betrieben werden, gilt in Deutschland gemäß § 72 GEG ab 2045.
Erneuerbare Energieträger können den CO2-Austoß eines Gebäudes drastisch senken und sind deshalb für die Optimierung der Energieeffizienz zentral. Wichtig ist dabei die Abstimmung mit allen übrigen technischen Anlagen und Bauteilen.
Erneuerbare (CO2-neutrale) Energie kann im Gebäudesektor durch Anlagentechnik wie Solarthermie und Photovoltaik (PV), Wärmepumpen und ggf. spezielle Öfen genutzt werden. Die Errichtung entsprechender Anlagen ist für die Nutzer*innen bestenfalls langfristig günstiger und zuverlässiger, weil die zunehmende Selbstversorgung eine Entkoppelung vom Energiemarkt und seinen Preisschwankungen bedeutet.
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